Entscheidende Schritte:

Schnelle Analyse - Aktive Kommunikation - Gemeinsame Lösung
Immer wieder werden wir mit Schadenbegutachtungen beauftragt, bei denen sich auf den ersten Blick ein ähnlicher Eindruck zeigt wie hier: Bei einem Verkehrsunfall in Tschechien wurde die Ladung des Sattelzuges kräftig durcheinander gewirbelt, beschädigte Teile und zerstörte Verpackungen prägen das Bild. Die beteiligten Parteien konfrontieren uns sogleich mit ihrer übereinstimmenden Einschätzung: Totalschaden! Niemand hat allerdings genauer hingesehen und die Beschädigungen geprüft.
Eine Komplettladung mit Kunststoffboxen, der Grossteil davon Spezialanfertigungen mit Sondermassen, die vom Empfänger bereits dringend erwartet werden. Unsere erste genauere Befundaufnahme zeigt, dass bei weitem nicht alles beschädigt oder zerstört ist und wir entscheiden, eine grobe Sortierung vorzunehmen. Schon im Lauf dieser Arbeit zeigt sich, dass ein Grossteil der Boxen unbeschädigt ist. Die Verpackungen allerdings sind fast durchwegs betroffen und müssen ersetzt werden. Nach Rücksprache mit dem Empfänger wird mit Hochdruck weitergearbeitet, die unbeschädigten Boxen werden vor Ort in neue Kartons gepackt und bereits am nächsten Tag ist mehr als die Hälfte der gesamten Ladung bereits ordnungsgemäss beim Empfänger.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen und abhängig von den Umständen des Einzelfalles (Warenwert, Qualität der Verpackung, Zeitdruck, Lieferengpässe, etc.) stellt es sich meistens heraus, dass eine vorschnelle Qualifizierung als Totalschaden die schlechtere Lösung ist. Beschädigte Verpackungen sind zwar grundsätzlich ein Alarmsignal, in vielen Fällen hat sie aber ihre Schutzfunktion erfüllt und der Inhalt ist unbeschädigt. Wie in diesem Fall geht es vor allem darum, dass jemand die Initiative ergreift, mit den Beteiligten auf kurzem Weg kommuniziert und gemeinsam eine Lösung gefunden wird.