Wenn aus einer Zwischenlagerung...

... ein Dauerzustand wird.
Die in Österreich produzierten Walzen waren für einen Kunden in Übersee produziert worden und per LKW zu einem Zwischenlager in einem europäischen Seehafen transportiert worden. Dort sollten sie eigentliche nur kurze Zeit warten, bis zur Ankunft des gebuchten Seeschiffes. Dann kam aber die Meldung des Kunden, dass die Walzen noch nicht eingebaut werden können und deshalb noch kurze Zeit im Verschiffungshafen verbleiben sollten. Aus den ursprünglich ins Auge gefassten wenigen Wochen wurden Monate, dann mussten die Walzen in ein anderes Lager auf einem anderen Kai umgelagert werden. Dabei sind die Walzen, die trotz Korrosionsschutz und guter Verpackung ausdrücklich trocken gehalten werden sollten, leider nass geworden. Weitere Monate vergingen und das beim Umlagern eingedrungene Wasser hatte genug Zeit, mit dem Korrosionsschutz eine Emulsion zu bilden.
Als dann mehr als ein Jahr später die Walzen doch noch vom Empfänger abgerufen wurden, waren erhebliche Rostschäden festzustellen. Alle Walzen mussten zurück zum Hersteller transportiert werden und konnten nach einer genauen Analyse dann repariert werden. Neben der Korrosion waren auch einige mechanisch bedingte Schäden aufgetreten, da offensichtlich bei der Umlagerung im Hafen nicht mit der gebotenen Sorgfalt agiert wurde.