Nicht jeder Schaden...

... ist ein Transportschaden.

Ein Hersteller von Photovoltaikelementen beklagte einen Transportschaden an Folien, die für die Rückseite der Solarzellen verwendet werden.
Obwohl in den Transportpapieren und auch auf der Verpackung klar darauf hingewiesen wurde, dass die einzelnen Paletten beim Transport nicht übereinander gestapelt werden dürfen, kam der LKW mit der Ladung in zwei übereinander gelegten Schichten an. Beim Öffnen der Pakete wurden Druckstellen festgestellt.

Bei der Besichtigung haben wir 2 Paletten geprüft und zwar so, dass nicht nur jedes der insgesamt 12 Pakete jeder Palette angeschaut wurde, sondern jede einzelne Folie. Das waren immerhin zwei mal 1.200 Stück. Sehr schnell stellte sich heraus, dass alle Folien die gleichen Druckstellen aufweisen! Immer an der selben Stelle, das gleiche "Muster", in gleicher Intensität.

Die einzelnen Pakete waren nicht nur separat in PE-Folie gepackt, sondern zwischen den Paketen waren dünne Lagen aus Karton eingelegt. Auf keinem Karton, weder aus dem oberen noch aus dem unteren Bereich, konnten Druckstellen gefunden werden - was aber zu erwarten gewesen wäre, wenn die Beschädigung der Folien durch den Gewichtsdruck einer darübergestapelten Palette entstanden wäre.

Die einzelnen Paletten waren zusätzlich oben mit 18mm starken OSB-Platten bedeckt, die mit Kunststoffbändern auf die Palette gezurrt waren. Der Gewichtsdruck musste sich also gleichmässig nach unten verteilen.
Eine Rückfrage beim Hersteller der Folien bestätigte den Verdacht, dass es sich um einen Produktionsfehler handelte. Obwohl die klaren Anweisungen für den Transport also nicht eingehalten wurden, war dieser Schaden nicht auf dem Transportweg entstanden.