Überraschungen...

... aus einer Black Box namens "Container"

Immer wieder haben wir in unserer Schadenpraxis mit Containern zu tun und die Bandbreite der Erfahrungen reicht von Totalschäden der gestauten Waren in einem völlig intakten Container einerseits bis zu schwer beschädigten Containern mit unversehrtem Inhalt andererseits, wie in dem hier zu schildernden Fall:
Handelsware aus China in 400 Kartons verpackt, die ohne weitere Sicherung in einen 20-Fuss-Container geschlichtet wurden. Ungefähr ein Viertel des Stauraumes im Container blieb dabei leer.

Bei der Ankunft beim österreichischen Empfänger wird eine schwere Beschädigung des Containers festgestellt, die Verschlüsse sind gebrochen und eine der Türen steht offen. Die Übernahme des Containers wird verweigert und er wird zum Terminal des Empfangsspediteurs zurückgebracht. Bei der Schadenbesichtigung stellt sich heraus, dass alle Kartons vollzählig vorhanden und zu unserer Überraschung auch völlig unbeschädigt sind.

Die gesamte Ware wurde daraufhin von uns in einen anderen Container umgeladen. Dieser Container wurde versiegelt und dem Empfänger zugestellt.
Wie so oft war auch in diesem Fall festuzstellen, dass ein Container solange im Verkehr bleibt, bis er buchstäblich auseinanderfällt oder durchrostet. Es ist wohl als aussergewöhnlicher Glücksfall zu betrachten, dass die transportierte Ware trotz schlechtem Allgemeinzustand des Containers, fehlender Ladungssicherung innerhalb des Containers sowie trotz der schweren Beschädigung des Containers im Bereich der Türen den Transport unbeschädigt überstanden hat.